Natürliche Materialien schaffen diese Strukturen, die innere Gliederung und ansprechend stofflich-plastische Textur meiner Bilder. „Fast möchte man sie berühren, die Linien, Risse und Brüche, getränkt in satte, warme Farben, harmonisch und beruhigend, lebendig und anregend zugleich.“
Die Essenz des Menschen, sein innerstes Wesen, hat mit Farbe zu tun, sagt man, Farben sprechen, und so sind wir die Farbe, die wir wählen...
Bäume sind ein zentrales Thema meiner Arbeit und haben meine Entwicklung begeleitet
Einflüsse aus dem Taoismus und Zen führten innerhalb dieser Thematik zu einer zunehmenden Beschäftigung mit dem Dualismus von Figur und Hintergrund, sodass die letzten Baum-Arbeiten eine stärkere Liniensprache aufweisen, wobei die Äste bei all ihrer dekorativ-ornamentalen Wirkung primär die Aufgabe haben, Flächen voneinander zu trennen und als Kontur die von ihnen umgrenzte Fläche als Gegenstand im Bild zu definieren. Die Zwischenräume also sind es, die mich in zunehmendem Maße faszinierten.
Das Nicht-Gesehene rückt in den Fokus künstlerischer Betrachtung.
Farben sind der augenscheinlichste Aspekt meines Schaffens, der zentrale Ausgangspunkt meines künstlerischen Ausdrucks.
Warme Herbsttöne, sanfte Erdfarben ziehen die Blicke an, lenken sie auf Darstellungen von ungekünstelter Einfachheit und Klarheit, die von einem tiefen und respektvollen Naturgefühl zeugen.
Die Dinge dieser Welt von innen heraus zu verstehen und zu erleben, sich von ihnen ergreifen zu lassen, statt sie von außen her zu begreifen, das Auge zu öffnen für das Wesentliche, ist ein Grundanliegen. Gerne greife ich entsprechend auf alltägliche, stille, fast unscheinbare Dinge dieser Welt zurück, auf die Natur und den lebendigen Erfahrungsbereich des Menschen: Bäume, Zweige, Blüten und die allgegenwärtige Landschaft.
Das Gemälde wird so zum evozierenden Gegenüber des Betrachters.
Durch den bewussten Verzicht auf Tiefe spielt die Begegnung zwischen Vorder- und Hintergrund und das Aufbrechen ihrer Grenzen eine zentrale Rolle. Dort, wo diese Grenzen überschritten werden, wird Platz geschaffen für neue Formen und Strukturen. Durch das Spiel der Grenzen rückt der Dualismus von Figur und Hintergrund in den Fokus der Betrachtung und so öffnet das Werk jenseits seiner vordergründigen Aussage den Blick für neue Zusammenhänge.
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